Jeder, der mit Menschen arbeitet, sie berät, coacht, unterrichtet, therapiert, forscht & begleitet, sollte das Grundwissen über den Körper, die Abspaltung vom Kern durch Trauma und das Grundwissen über Re-Traumatisierung mit einbeziehen.

 

Kern-Manifest zum 30 jährigen Jubiläum

 

 Kollegen baten darum, meine  Forschungen zur säkularen, körperorientierten Kern-Ethik zu beschreiben und damit die Möglichkeit einer Qualitätssicherung anzubieten. Zum 30 jährigen Jubiläum meiner Selbstständigkeit erlaube ich mir, das Kern-Manifest zu veröffentlichen:

 

 

In den letzten Jahrzehnten habe ich so viele Menschen begleitet, die Retraumatisierungen durch Berührung z.B. bei der Massage, in der Physiotherapie, im Yoga, im Musik- und Gesangsunterricht oder bei anderen

körperorientierten Methoden erlebt haben.
Re-traumatisierungen können ebenso beim  Sprechen über Trauma auftreten: z.B. bei einer Anamnese beim Arzt, bei Psychologen, Heilpraktikern, Homöopathen, Pädagogen,
Sozialbegleitern, bei Beratungen in der Apotheke,
bei Gerichtsverhandlungen, mit Anwälten, auf Ämtern, bei Interviews von Journalisten,
bei Fernseh- und Kinofilmen, die heftige Szenen und Krankheitsbilder zeigen,
durch allgemeine emotionale Panikmache in den Medien und in der Politik.
                    
Trauma und Re-Traumatisierungen durch operative oder invasive Eingriffe (wie Zahnarzt etc.),

in der Notaufnahme, bei langen Klinikaufenthalten sowie nach Unfällen, sogar kleineren Unfällen oder Stürzen, sind die Regel. Viele Menschen bemerken dies nicht sofort, sondern erst Jahre später, wenn der Körper Symptome macht.

 

 

Die internationele Traumaforschung belegt, dass jede Krankheit, ob seelisch oder körperlich,

die Folge einer nicht regulierten traumatischen Erfahrung ist:

 Diese können vorgeburtlich, geburtlich, in Säuglings-, Kinder- und Jugendzeit, im Familiensystem,

durch Trennungen oder Beziehungs- und Bindungstrauma allgemein ausgelöst worden sein.

 

 

Re-Traumatisierungen können ebenso durch intensive Atemübungen stattfinden,

sowie stark kathartische Körperübungen zum Thema Wut etc.,

oder zu viele und starke Reize bei Klängen, Trommeln, Trompeten etc.

sogar Mantra-Singen bringt viele Gruppen zum "Abheben"

und sich vom Körper abspalten,

vor allem wenn die Gruppenleiter nicht im Kern verankert und geerdet sind.

 

 

Langjährige Frustration, sowie Sinnlosigkeit in beruflicher Tätigkeit,

Bashing/Mobbing, Bodyshaming, gesellschaftliche, soziale Ausgrenzung,

kein Zugang zu sexueller Erfüllung und Ekstase uvm.

können auch zu Erstarrungen im Körper oder Re-Traumatisierungen führen

und somit auf lange Sicht zu psychischen oder physischen Erkrankungen.

 

 

Zu Re-Traumatisierungen kann es auch durch häufiges Heilfasten kommen,

bei Menschen die inner-seelisch ungenährt und traumatisiert sind, kann längeres Fasten süchtig machen,

sowie "Eisbäder",

bei denen Menschen so lange im eiskalten Wasser bleiben, bis sie ihren Körper nicht mehr spüren.

Dies kann auch zu mehr Abspaltung führen und Süchte/Drogen im Gehirn erzeugen.

(neueste Forschungen über Trauma)

 

Die Sucht nach Leiden und das wiederholte Erzeugen von Leiden und emotionale Flahbacks sind ein Hinweis auf Abspaltung durch Trauma.

 

Viele traumatisierte Menschen kamen nach patriachal orientiertem Familienstellen zu mir,

oder von  "Heilern", die "Chakren" öffnen oder Menschen mit "früheren Leben" in Kontakt brachten.

 

 

Menschen mit frühen Bindungs- und Entwicklungstrauma

haben in der Regel eine tiefere Dissoziation/Abspaltung vom Körper-Kern:

wenn das Grundwissen über körperorientierte Traumaarbeit und die säkulare Kern-Ethik fehlt.

(Genaueres zum Thema finden Sie unter Qualitätssicherung "Die Macht der Heiler", unter dem Link "Fortbildungen/Überblick.)

 

 

Ein Thema, das wesentlich ist: die Traumatisierung durch Gruppen, die sehr häufig ist:

"Lichtarbeiter"-Gruppen und Gurus, die den Körper und die Emotionen abspalten,

d.h. spirituelle Lehrer/Heiler die Schatten-, Projektions und Traumaarbeit nicht in ihr Weltbild integriert haben.

Oder die davon ausgehen, dass ihre Schüler Zugang zum inneren Kern haben.

(die meisten spiriutellen Lehrer und Gurus: siehe Blog-Artikel Trickster-Archetyp.)

 

 

Ein konkretes Beispiel dazu: in sog. schamanischen Heilkreisen musste eine Frau,

um die Mißbrauchserfahrung in der Kindheit zu heilen,

sich in die Mitte einer Gruppe legen und wurde von einem Schamanen mit Gebeten geheilt.

Allein das Hinlegen ist zutiefst re-traumatisierend für die Frau gewesen,

jedoch hat sie es nicht bemerkt.

 

Das ist das größte Problem bei traumatischen Erfahrungen, dass Betroffene es nicht bemerken.

 

Zur Erläuterung: bei Klienten mit Trauma ist es notwendig im Sitzen und Stehen zu "arbeiten",

da bereits das Hinlegen auf den Boden oder auf die Behandlungsbank 

Re-Traumatisierungen auslösen kann.

Viele Menschen sind in so großer Not, dass sie alles ausprobieren. Dazu kommt oft eine spirituelle Ideologie etc.

(mehr dazu siehe Blog-Artikel Trickster-Archetyp.)

 

 

Ganz zu schweigen von den Millionen von Coaches, die den Markt überschwemmen

und die Menschen mit zielorientierten, puschenden Methoden,

ohne Kontakt zur Weisheit des Körpers in den Erfolg coachen wollen.

Viele Menschen brechen kurz vor dem Ziel zusammen

und werden mit Erfolgsversprechungen z.B. viel Geld zu verdienen, "zu Tode gecoacht".

Sie bekommen "Übungen" die meist nur im Kopf stattfinden und mit denen sie sich einreden müssen,

dass sie z.B. "genial" sind.

Oft wachen diese Menschen erst auf, wenn der Körper sich weigert und Symptome produziert

 

 

Was mich am meisten erschüttert:

im Jahre 2019 werden immer noch Bücher zu Bestsellern, die jungen Eltern raten,

ihren Babys das "Einschlafen" per Zwang zu lernen, anstatt die Eltern darüber aufzuklären,

dass schreiende Babys sich nicht regulieren können und Körper-Kontakt brauchen.

Wenn Babys die Berührung und sichere Bindung zur Selbstregulation

im Nervensystem nicht bekommen, dann "frieren sie ein",

d.h. sie erstarren ganz tief im Körper und sind nicht mehr in Ver-Bindung.

Sie sind dissoziiert und abgespalten und das ist - wie die Traumaforschung belegt - die Basis von vielen Autoaggressionserkrankungen

und es ist nachweislich die tiefere Ursache aller Bindungs- und Beziehungsproblemen,

die sich in unserer Kultur vermehrt zeigen. (Oberflächlichkeit, Konsum, Ängste, Zwänge, Süchte etc.)

 

 

Trauma ist ein unverbundener Zustand: innen und außen abgeschnitten vom Wesentlichen.

Wir sind nicht mehr mit unserem Kern verbunden und nicht mehr mit der realen Welt und realen Menschen.

Das ist in Zeiten, in der die virtuelle Welt und künstliche Intelligenz gepuscht werden, ein wachsendes Problem.

Lesen Sie dazu unter Methode den Link "KI und KI - künstliche Intelligenz braucht als Gegenpol Körper-intelligenz."

 

*

 

 

Deshalb ist es notwendig,dass unsere Kinder und Jugendlichen in der Schule und in allen pädagogischen Einrichtungen die Möglichkeit für Kern-Verkörperung und einer neuen Art des Lernens und des "begleitet werdens", ermöglicht wird. Die Schule soll ein unterstützender und ganzheitlicher Ort des Friedens werden, wenn Pädagogen etc. den Körper und seine Bedürfnisse und Fähigkeiten mit einbeziehen. Damit Kinder und Jugendliche und vor allem ihre Eltern, die Kindheit und Jugend als Lebensressource und Selbstbemächtigung für ein erfülltes Leben verstehen.

Dazu gehört auch das Körper-Kern-Glück, das Wissen um die Sehnsucht nach Ekstase etc.

 

*

 

Dieses Manifest kam auf Wunsch von vielen Menschen zustande, die mich darum baten.

Ich möchte mich damit nicht erhöhen oder über die anderen KollegInnen stellen, denn ich habe selbst sehr viele "Fehler gemacht", Worte gesprochen, Übungen etc. ausgeführt,

die Menschen verletzt haben könnten.

 

Damit möchte ich mich auch bei allen früheren Teilnehmern an Seminaren, Klienten etc. entschuldigen.

Das sind die Jahre, in denen ich die körper- und bindungsorientierte Kern-Ethik

noch nicht in meinen Seminaren und Einzelsitzungen angewandt habe.

 

*

 

Das Anliegen von IM KERN GESUND ist es, dass alle Menschen unserer entkernten Gesellschaft, wieder Kontakt zu ihrer inneren Natur kommen,

ein Gespür für ihren inneren Körper-Raum

und ihre Grenzen bekommen

und sich wieder für gesunde Gemeinschaften öffnen können.

 

Gemeinschaften die frei sind von jeglicher Religion,

Dogmen und Weltanschauungen,

frei von jeglichen spirituellen Überbau,

frei von Zielfokussierung

und frei von Konkurrenz und Perfektion,

frei von Erleuchtungs- und vom Selbstoptimierungswahn.

 

Wir brauchen Räume und Gemeinschaften,

                                         in denen jeder ehrlich und offen zu seiner Wahrheit stehen,
sie laut aussprechen

und sie auch vor einer Gruppe von andersdenkenden Menschen ausdrücken kann,

ohne die Angst vor Ausgrenzung, Mobbing, Bewertung etc. zu haben.

 

Jede Art von Abhängigkeit oder Co-Abhängigkeit wird durch unsern inneren Kern aufgedeckt,

der Körper zeigt den Weg in die Freiheit.

Die körper- und bindungsorientierte Kern-Ethik begleitet dabei und wie das geht, können Sie auf der gesamten Website nachlesen und kompakt auf den Punkt beschrieben unter dem Link "Kern-Ethik".

 

 

Bitte weist alle Politker auf das Kern-Manifest und die säkulare körperorientierte Kern-Ethik hin.

Denn nur wenn das Thema "Trauma" ganz oben auf der Agenda steht,

wird sich wirklich etwas transformieren.

Wir können diesen verdrängten Punkt,

die Leerstelle an Unwissenheit auf unserer inneren Landkarte

weder wegdemonstrieren oder wegmeditieren oder weglächeln.

Wir können weder dagegen kämpfen noch schreiben,

weder auf den anderen projizieren und noch mehr verdrängen.

Trauma wird sich so lange wiederholen, bis es im Kern erkannt und transformiert ist.

 

Dann werden sich alle Themen und Probleme von innen nach außen lösen,

denn wir sind wieder in Kontakt mit unserer archaischen Weisheits-Natur:

dann sind wir ganz natürlich wieder verbunden mit der Natur,

mit Tieren, Pflanzen, Kindern, anderen Kulturen, wir werden zu offenen,

liebenden und wachen Menschen, die bindungs- und gemeinschaftsfähig sind.

Wir werden von innen heraus denken, mit dem ganzen Körper denken

und uns nicht mehr verbiegen lassen.

Wir sind in Kontakt mit unserer Kern-Präsenz

und verkörpern die innerste "Ethik" unseres Mensch-Seins,

unserer Verletzlichkeit und die zeitlose Weisheit.

 

 

Aus ganzem Herzen setze ich mich weiterhin dafür ein, dass das Grundwissen über Trauma und Abspaltung vom Körper-Kern für alle Menschen zur Verfügung steht und nicht nur für Menschen, die priviligiert sind und sich dies "leisten" können. Das ist das Anliegen des Institutes, diese Grundlagen in alle Felder unserer Gesellschaft zu bringen.

Das bedeutet für jeden Menschen Zivilcourage, Mut und

Konfrontation durch eine friedvolle, auf den anderen "lauschende" Kommunikation,

aus dem innersten Kern.

 

Ihre Angelina Petra Kreupl im Mai 2019

Herzensprojekt: für eine körper- und bindungsorientierte Ethik des Mensch Seins.

 

Wollen Sie Kern-Botschafter*in zur Gesundheitsentwicklung aus dem Kern

für Babys, Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden?

 Sind Sie ein erfahrener Therapeut*in, Pädagog*in, oder Seelsorger*in, Priester und haben Interesse das IM KERN GESUND- Projekt "Transformation von Trauma in Gruppen" in Ihrer Region oder Stadt anzubieten?

 

Dann freuen wir uns, Sie bei einem Einführungsseminar zu begrüßen. Sehr gerne können Sie das IM KERN GESUND-Projekt unterstützen, melden Sie sich zu einem Gespräch! Wir freuen uns!

 

 

 

IM KERN GESUND widmet sich der Salutogenese/ Gesundheitsentwicklung, im Gegensatz zur Pathogenese, die den Blick auf die Krankheit lenkt. IM KERN GESUND stärkt die Gesundheit von innen nach außen.

 

 

 

Der Kern ist die Kraft die Mensch & Welt im Innersten zusammenhält: Kern-Essenz Liebe.