Ischgl & die Sehnsucht nach Ekstase: "Selbstregulation oder Regression?"(mit Podcast)

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

herzlich Willkommen zum Blog-Artikel mit Podcast zu "Ischgl und die Sehnsucht nach Ekstase: Reggression oder Regulation?"

Dieses Thema ist notwendig in dieser Zeit, denn Corona bringt alles ans Licht, was an "unreguliertem Material" (Emotionen, Ängste)

verdrängt wurde und in Zeiten von Unsicherheit aktiviert wird. Eine unregulierte, das heißt entgrenzte und immer mehr gespaltene

Gesellschaft ohne inneren Ethik-Kompass und eine verbindende Vision des Gelingens rutscht sehr leicht in eine Regression.

 

Wie können wir diese Tendenz verhindern?

Unser Gehirn und unser Nervensystem brauchen eine "Geschichte des Gelingens",

eine verbindende Vision in dieser Zeit und regelmäßigen "Reset", damit wir innerlich "aufgeräumt und entspannt sind".

Der Podcast beleuchtet das Thema "Reset für unser Gehirn".

Menschen brauchen gesunde Gemeinschaften, brauchen freudvolle Konzerte und humorvolle Veranstaltungen,

um gemeinsam zu tanzen, zu lachen und sich dadurch zu regulieren.

Die Sehnsucht nach gemeinsamer "Ekstase", dem gemeinsamen "Feiern" ist etwas Archaisches in uns, das uns zutiefst reguliert.

 

In einer entgrenzten Gesellschaft kann es ins Gegenteil umschlagen. In eine Regression.

Jeder Mensch kann seinen Beitrag leisten, um dies zu verhindern.

Es beginnt immer bei uns selbst, denn wir nehmen die Welt so wahr,

wie sie in unserem Inneren, im Gehirn und Körper, abgebildet ist.

Wenn unser Gehirn und unser Inneres fragmentiert sind und im "Überlebensmodus" laufen,

ist die Umwelt unser "Feind", den wir bekämpfen müssen.

 

Der Podcast ist eine Einladung vertiefter wahrzunehmen und einen weiteren und umfassenderen Blick

auf die Ereignisse unserer Zeit zu werfen, damit wir den Rückfall in eine Regression verhindern können.

 

Den Podcast zum Anhören, findet ihr ganz unten und unter dem Link Podcast "Reset fürs Gehirn" könnt ihr ihn euch herunterladen.

 

Die Themen des Podcasts:

1. Unser überfordertes Gehirn braucht regelmäßigen "Reset", um runterzufahren.

Die natürlichen Mittel für die Reparatur des Gehirns, genannt Reset ( der englische Ausdruck für "zurücksetzen") sind:

Tiefschlaf-Phasen,

Hypnose- und Trance-Zustände,

Orgasmus (mit dem ganzen Körper - Kopf, Herz, Bauch und Becken synchronisiert)

und Ekstase, z.B. durch Gesang und Tanz.

Dies synchronisiert unser Gehirn und unser Nervensystem und verbindet Kopf, Herz und Becken.

Wir sind wieder in Kontakt mit dem einheitlichen Feld, dem Einheitsbewusstsein.

 

2. Dieser "Reset" und die Sehnsucht nach Verbundenheit, Lebendigkeit und Ekstase

ist ganz natürlich in unserer Biologie angelegt und dient der Gesundheits- und Gemeinschaftsbildung.

Leider wird dies in unserer Gesellschaft zu wenig unterstützt.

In unserer Gesellschaft sind die meisten Menschen von ihrem Kern-Selbst,

ihren tiefen Körperschichten (core-embodiment) abgspalten

und lernen durch Erwachsene und Medien, dass die Regulation z.B. durch Alkohol notwendig ist.

Der Ischgl-Film zeigt auf, wie destruktiv es werden kann, wenn Menschen nicht mehr bei sich selbst sind.

 

3. Es gibt einen Lebens-Instinkt und Todes-Instinkt - die Erklärung dazu, findet ihr ganz unten.

 

4. Diese beiden Pole "Lebens- und Todes-Instinkt" werden bei den im Podcast erwähnten Filmen

über Ischgl und über das indigene Volk der Campa sehr gut sichtbar.

Neben dem Hintergrund der Filme erkläre ich, weshalb es wertvoll ist, sich die Zeit zu nehmen und sie anzusehen.

 

Bitte die beiden Filme ansehen und sich "berühren" lassen.

Herzlichen Dank für diesen Film an: Capriccio | Kulturmagazin

Delirium Alpinum - die Superspreader - Lois Hechenblaikner ist ein genialischer Fotograf, aber eigentlich viel mehr noch Kultursoziologe. Sein neuer Bildband „Ischgl“ zeigt die enthemmte, zügellose Welt der Superspreader von Ischgl, einer Drehscheibe der Ausbreitung von Covid-19 für ganz Europa. Lois Hechenblaikners Schreckensbilder zeigen, wie sich das Virus so rasant in einer Region ausbreiten konnte, die eine solch ausufernde Après-Ski-Kultur pflegt. Der Ausnahmezustand - hier war er die Regel. (der Film ist bis Juli 2021 in der br-mediathek online)

Bitte bis Minute 05:40 vorspulen, dann beginnt der Film:

https://www.br.de/mediathek/video/capriccio-kulturmagazin-14072020-die-letzten-maya-delirium-alpinum-yakisugi-anselm-kiefer-rettet-die-insekten-av:5ecf819507a6e40014f6651d 

 

 

Herzlichen Dank an Gordian Troeller für diesen wunderbaren Film "Abschied vom Lachen".

Es lohnt, sich mit diesem preisgekrönten Dokumentarfilmer zu beschäftigen. Er und seine Partnerin Marie-Claude Deffarge waren ihrer Zeit weit voraus und haben mit ihren Filmen Zeitgeschichte geschrieben. Endlich gibt es den Film in ganzer Länge und das Gesamtwerk von Gordian Troeller und Marie-Claude Deffarge dokumentiert und als DVD zu bestellen unter www.troeller-deffarge.com Hier ein kurzer Ausschnitt des Dokumentarfilmes von Gordian Troeller über die Campa, ein Volk das in den Regenwäldern des Amazonasbeckens lebt:
Frauen der Welt 07 : Abschied vom Lachen

https://youtu.be/BvrBtWL2x0U

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

danke sehr, dass Sie sich die Zeit genommen haben, die Filme anzusehen und sich davon "erschüttern" oder "berühren" zu lassen.

Mir ist es ein Herzensanliegen, in großen und weiten gesellschaftlichen Zusammenhängen zu denken und das "große Ganze" mitzudenken,

niemanden zu bewerten und zu verurteilen, sondern weich und offen die tieferen Zusammenhänge zu ergründen,

mit einem AHA, interessiert beobachtend durch diese Zeiten zu surfen.

 

Sehr gerne könnt ihr mir schreiben, was euch berührt und inspiriert. Ich freue mich darauf!

Mit herzlichen Grüßen

Angelina Kreupl

 

IM KERN GESUND-Institut für angewandte Kern-Ethik in allen Bereichen unserer Gesellschaft: visionäre Führung, ehrliche Wir-Kommunikation, Kern-Präsenz als Kompass im Umgang mit Stress und Trauma

 

Ergänzung zum Lebens-und Todes-Instinkt:

Der Traumaexperte Dr. Peter Levine spricht in einem Interview darüber,

dass die Auswirkungen von Trauma unseren Instinkt verändern können.

Statt aus dem in der Biologie angelegten Lebens-Instinkt zu leben,

verdreht sich unser System nach innen und steckt wie in einem "Käfig des Leidens" fest.

Das deckt sich mit meinen Beobachtungen als Körpertherapeutin:

Menschen, die mit ihrem kreativen Lebens-Instinkt der Lebendigkeit und Sinnerfüllung verbunden sind,

meistern die Herausforderungen des Lebens leichter als die Menschen,

die durch traumatische Erfahrungen von diesem kreativen Lebens-Impulsen abgeschnitten sind.

Menschen, die diese Lebensimpulse von früher Kindheit an unterdrückt haben,

sind in der Negativität gefangen und gespalten.

Diese oft selbst-zerstörerische und destruktive Energie ist der "Todes-Instinkt":

eine meist unbewusst, gegen sich selbst gerichtete Kraft,

die sich durch offene oder subtile Abwertung, Manipulation, Sabotage und desktruktivem Verhalten in Gedanken und Handlungen ausdrückt.

Diese nach innen gerichtete Energie ist die Wurzel allen körperlichen und seelischen Leides.

Sie kann jeden Menschen, Familien, Gemeinschaften und eine ganze Gesellschaft in Regression führen.

 

Diese Kräfte sind den meisten Menschen nicht bewusst: sie kommen in Krisensituationen,

in denen Resilienz, d.h. Widerstandsfähigkeit erforderlich wäre, zum Vorschein.

Wir sehen dies nun deutlich in diesen Zeiten und können kommende Herausforderungen meiner Ansicht nach nur bewältigen,

wenn wir um diese beiden Grundkräfte wissen.

In meiner Arbeit als Traumatherapeutin geht es darum, diese tiefen "Verdrehungen"

auf allen Ebenen zu regulieren und wieder in Richtung Kreativität und Lebendigkeit auszurichten.

Podcast: Reset fürs Gehirn

Podcast: psychosoziales Feld

Im zweiten Podcast erkläre ich das psychosoziale Feld und dessen Wirkung auf unser Gehirn/Nervensystem.