"Wo ist denn da der Ausschaltknopf?"

 

Liebe Leserin, lieber Leser!

 

Heute erlaube ich mir, einen Blog-Artikel zum Thema "Wo ist denn hier der Ausschaltknopf - die Reset-Taste und Corona" zu teilen. Das ist ein Thema, das mich schon viele Jahre beschäftigt. In meinem 2011 erschienenen Buch wird von allen Seiten beleuchtet, wie wir "aus dem Hamsterrad" herauskommen können. Mein Ausblick am Ende des IM KERN GESUND-Buches zitiert einen Artikel aus der ZEIT von August 2011.

Die Überschrift lautete: "Bremsen, nachdenken, umsteigen! Die rasende Moderne beginnt mit ihrer Selbstreparatur." Hat sich seitdem wirklich etwas verbessert oder verändert und haben wir die kollektive "Reset-Taste" gedrückt? Die meisten Menschen meinen, das Gegenteil sei der Fall. Es sieht so aus, als würden wir wirklich an den Rand der "Katastrophe" gehen - auf allen Ebenen brennt es. Es wird lauter, emotionaler, die Spaltung der sozialen Schichten schreitet weiter voran. Gibt es einen Ausschaltknopf, der uns neu beginnen lässt?

 

Der Titel für diesen Blog-Artikel "Wo ist denn da der Ausschaltknopf?" stammt aus der Süddeutschen Zeitung vom 13 Januar 2018. Das Foto oben zeigt die Titelseite und unten im Bild sind zwei Herren in grünen T-Shirts, die ziemlich ratlos aussehen. Weshalb sind sie so verzweifelt? Es wurde ein Super-Gau-Katastrophen-Fehlalarm ausgelöst. Der Bevölkerung wurde ein atomarer Raketenangriff angezeigt. Es war ein blinder Alarm, der leider nicht so einfach behoben werden konnte.

Es erscheint wirklich unfassbar, doch bei der Programmierung des Frühwarnsystems wurde der Ausschaltknopf vergessen. So wurden tausende von Menschen in die Bunker geschickt und hatten Panik. Erst nach ein paar Stunden kam die Entwarnung. Die beiden Herren auf dem Foto, die dies installiert hatten, entschuldigten sich für den Vorfall mit den Worten: "Wir wussten nicht, wo der Ausschaltknopf ist - es tut uns leid!" Es ist schier unfassbar, jedoch Realität. So ist es in vielen Bereichen der Wissenschaft. Wie ich aus einer vertraulichen Quelle erfahren habe, war es vielen Forschern aus dem asiatischen Raum nicht bewusst, was der Reaktorunfall von Fukushima im Jahre 2011 für Mensch und Natur wirklich bedeutet.

Weltweiter Stillstand - Ausschaltknopf wurde gefunden (Humor)

 

Wir haben uns bis zum März 2020 nicht vorstellen können, dass es möglich ist, diesen Zyklus zu stoppen. Bis Corona kam. Alles wurde gestoppt. Wenn diese Krise etwas gezeigt hat: Es ist möglich, die Pausen-Taste zu drücken. Statt um die Welt zu fliegen, haben wir Online-Meetings genutzt und entwickeln sie weiter. Wir sind uns seit Corona wieder mehr bewusst geworden, wie wichtig Gemeinschaft, Verbundenheit und Zusammengehörigkeit für uns alle ist.

Wir könnten diese besondere Zeit wirklich für die lang anstehende Kern-Sanierung und Veränderung nutzen: Für echte Zusammenarbeit, für Gemeinwohl, für soziales Handeln als Menschheitsfamilie, für ein Bewusstsein, dass der Klimawandel alle Kontinente erfasst und sichtbar wird. Wollen wir wirklich so weitermachen wie vorher?

Es sieht so aus, als würde sich nichts wandeln. Leider gibt es null visionäre Politikerinnen und Politiker, die das große Ganze im Blick haben, neu und in großen Zusammenhängen denken und Mut zu einer Kern-Sanierung haben.

Es geht weiter mit der "oberflächlichen Symptombehandlung" der Probleme. Viele Menschen sind in diesen Zeiten der Ungewissheit, der Hilflosigkeit und des Kontrollverlustes unruhiger, aggressiver, emotionaler und auf der anderen Seite depressiver und erstarrter. Wir brauchen alle mehr Bewusstsein über Gesundheitsentwicklung und den Umgang mit Angst und Trauma.

Viele Menschen nehmen wahr, dass es notwendig ist, an den Kern der Themen zu gehen und sich auf Veränderung einzulassen. Sind Menschen bereit dazu, zum Wohle aller zu denken und zu handeln?

 

Wie kommen wir aus der Gespaltenheit und dem "schneller, weiter, höher und lauter" wieder heraus?

Wie können wir die weitere Zerstörung und Spaltung stoppen?

Bei der Ausbeutung und der Vermüllung unseres Ökosystems wurde der "Ausschaltknopf" nicht eingebaut:

Manche Synthetikfasern werden erst in Jahrmillionen abgebaut sein, vom Atommüll ganz zu schweigen.

Prozessorientiertes, zyklisches und visionäres Denken in großen Zusammenhängen?

Das bräuchten wir dringend in allen Bereichen. Sofort.

 

Wie schwer wirklich tiefgreifende Veränderungen fallen, kann jeder Mensch im Umgang mit sich selbst bestätigen.

Wie ihr in meinem ersten Blog-Artikel "Vision verkörpern - oder nochmal hundert Jahre philosophieren, diskutieren oder demonstrieren?"

lesen könnt, braucht es eine weltweit umspannende Veränderung, um die weitere Zerstörung und Gewalt gegen Mensch und Natur sofort zu beenden.

Meiner Meinung nach braucht es eine weltweit verankerte Ethik der Menschlichkeit, die die Ausbeutung von Menschen, Pflanzen, Tieren und der gesamten Natur als "Objekte" stoppt.

Mein Vorschlag wäre ein Erdparlament, in dem alle Kontinente lernen, zusammen zu arbeiten und eine Lösung für die komplexen Themen unserer Zeit zu entwickeln.

Es gibt bereits so viele Lösungen.

Es ist möglich. Ich halte die "Vision des Gelingens" aufrecht und freue mich auf co-kreatives Zusammenwirken in allen Bereichen.

 

Mit Mut und Vertrauen in die kleinen Schritte

und stetem Weitergehen und Dranbleiben,

herzlichst,
Angelina Petra Kreupl

Gründung und Leitung des IM KERN GESUND-Institutes für angewandte Kern-Ethik
Beratung von Entscheidungsträgern in visionärer Führung zum Wohle aller

Weshalb wir eine körper- und bindungsorientierte Kern-Ethik brauchen, können Sie im Kern-Manifest lesen.